Gassenluder

Gründungsgeschichte

 

In der Nähe der Wörnitzhauser Mühle wohnte in einer kleinen Hütte die ehemalige Hausmagd Helene. Sie besserte ihren kargen Lebensunterhalt je nach Jahreszeit mit dem Verkauf von gesammelten Pilzen, Beeren, Heilkräutern, selbst gewebten Hanfsäcken für das Getreide und dem Flachsspinnen von feineren Linnen. Immer wieder wurden von ihr die umliegenden Orte aufgesucht, um ihre Waren zu verkaufen.  Meist wurde die in die Jahre gekommene, sich stets auf einen groben Stock stützende Helene von der frechen Dorfjugend schon am Ortseingang gehänselt. Ebenso gingen die Stadtknechte nicht gerade zimperlich mit der armen Helene um. Auch beim Verkauf ihrer Ware wurde sie des öfteren kräftig übers Ohr gehauen. Wenn die Dörfler es wieder einmal zu bunt trieben, schrie sie die Leute mit den Worten an: "Der Teufel soll Euch älle hola".

 

Helene war eine resolute Frau, schlitzohrig wehrte sie sich und trieb so manch bösen Schabernack mit den Dörflern, die sie deswegen nicht mehr Helene, sondern nur noch das "Gassenluder" nannten.

 

Narrenruf: 3 x "Luder,Luder - d`r Deifl soll di holla"

Kontakt

 

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